Noch ein paar Tage am Pazifik – und deshalb fahren wir entlang der legendären Straße 101 von Seattle aus nach Süden ins eher realistische als romantische Newport. Die Grenze zwischen den Bundesstaaten Washington (Seattle) und Oregon (Newport) verläuft in der Mitte des Columbia Rivers. Den überqueren wir auf der bemerkenswerten Astoria-Mergler-Bridge, die fast 6 km lang ist und auf drei unterschiedlichen Niveaus verläuft. Die Küste Oregons ist wild, windig hat viele einsame Strände und ist zum Baden viel zu kalt. Gerade mal 16 Grad – da gehen wir noch nicht mal mit den Füßen rein 😨. Aber es gibt viele schöne Buchten – Rolf gab uns den Tipp mit einem riesigen Felsen im Meer in der Höhe Portlands. Also fahren wir an jeder denkbaren Stelle raus und versuchen den passenden Felsen zu finden. Mal ganz ehrlich – hier hätte eine vorherige Internetrecherche sicher zielgerichteter zum Erfolg geführt😶. Ich denke, Rolf meinte den Heuhaufenfelsen in der Nähe von Cannon Beach? Der ist jedenfalls ganz schön groß und erfüllt die Vorgaben 🤣! Den haben wir also auch fotografiert 😁 neben den zahlreichen anderen 😂. Newport ist nicht wirklich schön, aber es hat einen wirklich sehr, sehr breiten Strand, an dem wir jeden Abend die Sonne im Meer versinken sehen. Am Leuchtturm Yaquina Head (mit 28,3 m der höchste Oregons) gibts sogenante Tidenpools, also Gezeitenpools. Das heißt, sie sind bei Ebbe kleine Miniaquarien und bei Flut liegen sie im Meer. Als wir die uns näher anschauen, entdecken wir neben kleinen Fischen und Krebsen auch Seesterne, purpurne Seeigel und Korallen. Nebenan liegen ein paar Seelöwen und auf den umliegenden Felsen brüten zahlreiche Vögel. Auch einer der ein klein wenig wie ein Pinguin gekleidet ist – im Frack! Da hab ich auch mal recherchiert und herausgefunden, dass es Trottellummen sind, die nur zum Brüten an Land kommen und sonst immer auf dem Meer leben. Papageientaucher soll es hier auch geben, aber da bin ich mir nicht sicher, ob wir wirklich welche gesehen haben. Die Möwen geben eine Flugshow und segeln scheinbar spielend im Wind. Es macht Spaß zuzuschauen. Südlich von Newport sehen die Strände ähnlich aus und wir machen einen weiteren windigen Strandspaziergang. Es läuft sich herrlich – solange man den Wind im Rücken und die Daunenjacke dabei hat! An einem weiteren Aussichtspunkt warten wir auf die Salzwasserfontäne – Spouting Horn. Leider sind die Wellen nicht stark genug und so spritzt sie eben nicht. Daneben ist Thor’s Well (Thor’s Brunnen) – auch der ist auf den Internetfotos spektakulärer als bei uns. Weiter in Richtung Süden kommt noch der ziemlich bekannte Leuchtturm vom Heceta Head. Da spazieren wir unterhalb am Strand, den es nur bei Ebbe gibt. Und witzigerweise kriegen wir sofort nasse Füße, wenn wir stehen bleiben, um zu fotografieren. Das Körpergewicht reicht, um das Wasser aus dem Sand zu drücken. Wir fahren noch bis Florence, was wesentlich freundlicher ist als Newport. Hier gibt es sogar so was ähnliches wie eine Strandprommenade. Und für uns gibts einen Cappuccino- allerdings aus dem Pappbecher! Morgen verlassen wir die Westküste und fliegen an die Ostküste nach Boston. Dann haben wir nur noch 6 Stunden Zeitdifferenz zu euch 😀.


6 Antworten zu „Oregons Küste”.

  1. Avatar von Matsch (+1,5)
    Matsch (+1,5)

    Da scheint sich das Wetter ja gebessert zu haben^^ ich habe mich schon immer gefragt wie das Wasser in so kleinen Pfützen sauerstoffreich genug sein kann, damit die Fische bis zur nächsten Flut überleben

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    1. Avatar von Peggy

      Hey ihr drei, schön von euch zu hören 😁 und vielen Dank fürs Kommentieren 😉. Ja, das Wetter hat sich zumindest sonnenscheinmäßig gebessert. Kalt und dazu noch recht stärker Wind, sind aber auch am Meer nicht so toll. Jetzt sind wir wieder in Portland und warten auf unseren Weiterflug nach Boston und jetzt sind hier 26 Grad. Naja, da hatten wir halt Pech, aber das lässt uns trotzdem nicht verzweifeln … Irgendwas ergibt sich immer 😎!
      Da die Gezeitenpools ja regelmäßig verschwinden (immer wenn Flut ist), denke ich schaffen es die Fische und auch die anderen Bewohner ganz gut, darin zu überleben. Und für uns ist es richtig toll, sie so knapp unter der Wasseroberfläche zu fotografieren. Das geht sonst ja nur beim Tauchen 😁.
      GLG an Leonie und Moritz von uns 🙋🏻‍♀️

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  2. Avatar von Henny
    Henny

    Hallo Ihr Zwei, nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich mal wieder einen der vielen schönen Erlebnisberichte gelesen, KLASSE !!! Ich beneide Euch so so so sehr für die Temperaturen. Das letzte mal war es noch umgekehrt, bei Euch 50°C und bei uns 14°C, jetzt haben wir unseren Urlaub abgebrochen weil es am Main und auch hier 35°C sind und für uns nicht ertragbar war. Da würden wir gerne bei Euch sein und die ca. 20°C oder auch weniger ertragen. Gegen Kälte kann man was machen, gegen Hitze nur wenig !!! Danke auch für die geschickten Bilder aus der Pearl Jam- Ausstellung, da wart Ihr ja ganz nah an unseren Idolen !!! Seattle ist halt die Hauptstadt des Grunge !!! Wir wünschen Euch am anderen Ende der Staaten viel Spaß, passt wie immer gut auf Euch auf, liebe Grüße Henny

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    1. Avatar von Peggy

      Vielen lieben Dank für deinen tollen Kommentar. Es freut mich immer, etwas von euch zu hören😊. Dass ihr euren Urlaub abbrechen musstet, tut uns sehr leid … ich denke, Henny, jetzt wird langsam eine Klimaanlage fürs Wohnmobil fällig, oder? Zu Hause hast du ja schon eine und die läuft jetzt sicher auf Hochtouren … dann noch fröhliches frieren 😃
      Wir sind mittlerweile in Boston und hier sind auch um die 30 Grad. Also nähern wir uns langsam nicht nur entfernungsmäßig sondern auch temperaturmäßig an euch ran😎.
      Seattle ist eine wirklich schöne Stadt und ich bin mir sicher, euch hätte es da auch sehr gut gefallen … nicht nur Grunge auch die Umgebung mit viel Wasser zum Angeln ist wunderschön.
      LG und genießt die freie Zeit … und bei euren Temperaturen am besten unter Wasser 💦🙋🏻‍♀️

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  3. Avatar von Rolf
    Rolf

    Congratulation, ich meinte zwar den Heystack Rock, aber das lasse ich auch gelten.😅 Muss man denn immer die Koordinaten schicken, so habt ihr bestimmt noch ganz viel Felsen gesehen. Zu meiner Entschuldigung,ich war bei Garmisch in einem Funkloch und Internetrecherche ist dort noch nicht angekommen.
    Im Staat Washington am Mt Rainier gab es auch kein Handyempfang und das Bezahlen des Campingplatzes ging nur in bar. Da mussten wir schwarz Campen, weil ich dachte, in den USA braucht man kein Bargeld. Wir hoffen, dass wir ohne Strafe wieder in die USA einreisen dürfen 😩.
    Seattle hat uns auch sehr gut gefallen, besonders auch die Underground Tour. Vancouver hat aber Seattle noch übertroffen.
    Die Strände an der Westküste sind schon sehr breit und einsam und irgendwie schön, auch wenn das Wasser sehr kalt ist.
    Eure Bilder sind wie immer sehr schön und mit eurer Reise unternehmen wir auch immer eine Erinnerungsreise. Dankeschön

    Weiter so und liebe Grüße aus Berlin von
    Ramona und Rolf

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    1. Avatar von Peggy

      Oh, was bin ich froh, dass der richtige Felsen dabei war 😂 und entschuldigen brauchst du dich nun wirklich nicht … ich hätte einfach nur vorher besser recherchieren sollen … aber so hatten wir wunderbare Zwischenstopps 😉. Vielen Dank für Zurückmelden … dann kann ich heute ganz beruhigt schlafen 😊.
      Bis Vancouver haben wir es leider nicht geschafft – Kanada ist immer noch nicht bereit, Touris reinzulassen. Aber Seattle hat uns wie beschrieben auch sehr gut gefallen … und kalt genug war’s unterwegs ja auch … Also was soll’s … alles (zur Zeit) mögliche haben wir erlebt 😁.
      Ganz liebe Grüße in die Hauptstadt und ich hoffe, dass mit der Impfung hat auch bei euch gut geklappt 🙋🏻‍♀️

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