Wir verlassen Arizona und fahren ein Stück auf der legendären Straße der USA – der Route 66. Generationen von Bikern träumen (oder haben es zumindest) davon, diese Straße auf einer heißen Maschine zu erleben, den Fahrtwind und die Nostalgie zu spüren. Sie startet in Chicago und führt immer gen Westen, bis sie in L.A. am Santa Monica Pier endet. Heute gibt es sie nicht mehr in der vollen Länge, aber einige Abschnitte schon noch. Und dazu gehört auch der von Ash Fork nach Kingman in Arizona, den wir fahren … nicht auf einer Harley … aber immerhin … über 100 Meilen! Es ist, um es kurz zu machen, nicht sehr spannend und ich habe wirklich gedacht, dass wir pausenlos irgendwelche Biker sehen. Aber so ist es nicht! In Seligman stoppen wir und schießen ein paar Fotos, um den nostalgischen Charme einzufangen, den dieses verschlafene Nest ausströmt. Aber es ist auch hier wenig los und so fahren wir immer weiter durch die Wüste. Unsere nächste Zwischenstation ist ein Hotel am Lake Havasu – einem weiteren Stausee des Colorados. Wir trauen unseren Augen nicht, als wir aufs Thermometer schauen – 42 Grad! Das ist heiß … schweineheiß 😲! Glücklicherweise funktioniert die Klimaanlage! Volker hat den dringenden Wunsch, sich von seinem Haupthaar zu trennen – das hat jetzt nichts unmittelbar mit der Hitze zu tun 😂. Aber wir müssen nochmal raus, aus dem gut gekühlten Hotelzimmer😩. Und so machen wir uns auf den Weg, eigentlich wollten wir auch noch den Ort anschauen … hier steht nämlich eine Original aus London hierher verschiffte Brücke. Das machen wir nur ganz kurz … und dann fahren wir im gut gekühlten Auto zum See und springen rein … einmal Colorado-Baden und dann schnell wieder zurück … in den Pool😎. Ja, so kann man es aushalten … hier ist Schatten und wir haben den Pool für uns alleine … Whirlpool gibt’s auch und so wird auch die größte Hitze erträglich! Dann gehts weiter in Richtung Kalifornien, da wartet unser vorerst letzter Nationalpark auf uns – der Joshua Tree NP. Am Straßenrand sehen wir eine verlassene Tankstelle. Nichts besonderes, denn davon gibt’s hier viele. Aber an dieser baumeln unendlich viele Schuhe. Wie ich später recherchiere, nennt man diesen Trend Shoefiti – Kunstwort aus engl. shoe (für Schuh) und Graffiti. Warum? Dafür gibt’s verschiedene Erklärungen, aber ich denke, es ist mal wieder ein Trend … meist schmeißen die Leute ihre Schuhe über Stromleitungen und hier halt über die verlassene Tankstelle. Sieht witzig aus 😎und wir machen Fotos. Als im Radio die Stones singen, drehen wir ein kurzes Video für Kerstin und Henny – unser kleines Roadmovie😁.
2 Antworten zu „Route 66 & richtig heiß“
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Hallo Ihr Zwei,
die Schuhtankstelle erinnert mich an die Webervögel. Wenn ich die endlosen Weiten im heißen Nichts sehe, kommt die besorgte Mama in mir durch. Habt bloß immer genügend Wasser dabei. Man weiß ja nie.
Liebe Grüße
MonikaLikeLike
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Hallo Moni, schon wieder ein Kommentar von dir … freu, freu und vielen lieben Dank 😊!
Ja, wir hatten genügend Wasser dabei … eine ganze Gallone … und jetzt sind wir ja auch schon gar nicht mehr in der Wüste … jetzt sind wir in L.A. und morgen fahren wir die Küste rauf … bis wir am Freitag unser Mietauto wieder in San Francisco zurückgeben. Also alles gut überstanden … übrigens ist es jetzt auch nicht mehr so heiß … heute waren gerade mal 17 Grad.
LG ins sommerliche Berlin 🙋🏻♀️LikeLike
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