Wir fahren weiter nach Colorado und statten zwei historischen Stätten der so genannten Pueblo-Indianern, welche nicht in Zelten sondern in Dörfern lebten, einen Besuch ab. Zuerst besuchen wir die Ausgrabungsstätte Hovenweep. Dort kann man entlang eines Canyons noch die Ruinen sehen, die von den ehemaligen Behausungen aus dem 12. bis 13. Jahrhundert übrig geblieben sind. Die indigenen Ureinwohner Amerikas waren hier ab dem 10. JH ansässig und mussten dann wegen einer 23-jährigen Trockenperiode diese Gegend verlassen. Wir fahren nun weiter zum Mesa Verde NP. Namensgebend ist der 2600 m hohe grüne Tafelberg, um den sich die archäologischen Stätten gruppieren. Eigentlich könnte man hier die erhaltenen Häuser besuchen, nur leider ist das zu Coronazeiten gerade nicht möglich. Alles geschlossen, auch die Touren mit Guide finden nicht statt. So können wir uns alles nur von Ferne ansehen – schade, aber irgendwie nicht zu ändern. Wir fahren deshalb mit dem Auto den Mesa Top Loop entlang, das kann man wenigstens machen. Wir halten an jeder markierten Stelle an, schließlich hatten wir den ganzen Tag für diesen NP geplant 😜. Es ist sehr interessant die Ruinen der ersten Pithouses (Grubenhäuser) zu sehen. Das sind in die Erde gegabene Löcher mit ein wenig Überbauung. Der Einstieg erfolgt über Leitern. Später haben die Einwohner dann auch „richtige“ Häuser gebaut, meist entlang des Canyonrandes direkt zwischen den Felsvorsprüngen. Diese sind auch sehr gut erkennbar. Der Cliff-Palast ist die größte Felsbehausung Nordamerikas, sie liegt in einer 27 Meter tiefen und 18 Meter hohen Felswand-Nische und besteht aus rund 150 Räumen. Da wir trotz aller Ausführlichkeit mittags schon fertig sind, planen wir spontan noch eine Weinverkostung für den Nachmittag. Dazu müssen wir noch ein Weilchen fahren, aber das ist ja nicht so schlimm … Zeit haben wir ja und das Benzin ist billig 😁. Das Weingut ist erstaunlicherweise sehr gut besucht, wir finden gerade noch ein Plätzchen. Die Verkostung aus einem Plastebecher ist dann doch Amerika-like. Der weiße und der rote Wein schmecken ganz gut. Zwischendurch gabs noch rosé, der war zum Abgewöhnen 😝. Der Preis pro Flasche auch … 40 Dollar und mehr. Naja, da kennen wir wirklich besseres und preislich attraktiveres 😉.

Es geht weiter in Richtung Monument Valley. Wir erreichen das berühmte Four Corners Monument. Eine Stelle an der 4 US-Bundesstaaten zusammentreffen. Das liegt mitten im Navajo-Gebiet (spricht man Nawacho) und ist wegen Corona geschlossen. Hier hätte man die Möglichkeit gehabt, gleichzeitig in 4 Staaten zu stehen. Wir machen das Beste draus und fotografieren alle vier Welcome-Schilder der jeweiligen Bundesstaaten. Die Navajos sind mit ca. 300 000 Angehörigen der zweigrößte Indianerstamm der USA und leben in einem Territorium, dass so groß wie Bayern ist. Unsere Weiterreise führt uns zu einem von Volkers Highlights dieser Reise, dem Monument Valley. ABER … der Nationalpark ist ebenfalls geschlossen 😬. Das hatten wir nicht erwartet, war auch im Internet nicht eindeutig erkennbar und dementsprechend sinkt die Stimmung👹. Der Ranger lässt auch den German-Bonus nicht gelten und weist uns stringend ab. Um im Hotel einzuchecken, ist es viel zu früh … wir wollten ja eigentlich den Park besuchen. Also fragen wir an der Rezeption, was man hier sonst noch so machen kann. Wir erhalten den Tipp, uns den Mexikan-Hat anzuschauen und die Stelle aus dem Film Forrest Gump, an der Forrest seinen Lauf quer durch die USA beendet, weil er keine Lust mehr hat weiterzulaufen. Ok, wir finden noch ein paar Fotostopps mit Blick auf die berühmten Felsen des NP’s und natürlich auch die Film-Stelle. Spontan zitieren wir: „Ich bin müde, sehr sogar… ich glaube, ich geh wieder nach Hause“😁! So richtig versöhnt das Volker noch nicht, wir fahren weiter zum Berg, der wie ein Mexikaner mit Hut aussieht. Naja kann man fotografieren, muss man aber nicht🤐. Wir versuchen nochmal auf ungeteerten Hinterweltsstraßen eine bessere Sicht auf die Felsen des NP’s zu erhaschen. Womit wir nicht gerechnet haben, dass es die Navajos nicht so gern haben, wenn man ihnen auf die Pelle rückt. Eine kleine Frau weist uns daraufhin, dass das hier alles privat sein und wir augenblicklich verschwinden sollen! Wir hatten kein Schild gesehen! Sie fährt demonstrativ mit ihrem Auto hinter unserem her … als Volker noch einmal stoppt, um ein Foto zu machen, ertönt ein schrilles Hupkonzert! Die Frau versteht keinen Spaß und wir sind jetzt richtig sauer auf die Indianer. Volker beschließt alle seine Indianerbücher zu verbannen und dass die Indianer ab jetzt nicht mehr unsere Freunde sind! So 😝- das habt iht jetzt davon, dass ihr so UNHÖFLICH seid!!!! Im Hotel gibt’s zum Abendessen noch nicht mal Bier … Volker resigniert😶! Allerdings haben wir einen wunderschönen Ausblickk vom Balkon auf die Felsen und fotografieren sowohl Sonnenunter- als auch Sonnenaufgang! Dass die Navajo auch den zweiten NP – den Antelope NP- geschlossen haben, das wussten wir. Obwohl wir bis zum Schluß gehofft haben, dass er vielleicht doch noch öffnet. Aber das passiert leider nicht! Wir erfahren im Hotel, dass die Navajos extreme Verluste durch Corona hatten. Fast ein halbes Prozent sind gestorben. Das liegt wohl auch daran, dass sie keine Krankenhäuser oder sonstige med. Versorgung haben. Deshalb sind sie besonders vorsichtig und lassen lieber alles noch geschlossen … Nationalparks, Monumente und andere interessante Orte.


2 Antworten zu „Pueblo und Navajo Indianer”.

  1. Avatar von Angela+VoFi
    Angela+VoFi

    Hallo Ihr Lieben!
    Es ist sehr, sehr schade , dass Monument Valley und Antelope NP geschlossen waren. Sind tolle Highlights! Wir waren damals leider „nur“ bei den „Monumenten“. Und um Euch etwas zu trösten, es war sehr windig, der Sand wirbelte auf, das ist doch kein „Peggy-Volker-Wetter“ 😉
    Und dann noch der „Monument-Kitsch“ – der Marlboro Man, will man das sehen? Na klar! Es ist so beeindruckend! Als Mini-Trost gibt’s ein Bild vom reitenden Raucher per whatsapp …. Ach manno …
    Der Aufenthalt bei den Navajos war vor zehn Jahren anders speziell. Gerade was Alkohol betrifft, sind Auflagen recht restriktiv, unter 21 geht gar nix. Und immer musste im Hotel der Ausweis gezeigt werden, als Beweis, dass man älter als 21 ist. Angela hatte den Ausweis beim Abendbrot dabei, ich nicht. So hatte sie nach der Bestellung neben dem Essen ein Glas Rotwein und ein Bier zu stehen, ich nichts, hatte ja keinen Ausweis dabei. Hab dann heimlich das Bier getrunken und später, als ich in der Bar auch keinen Rotwein bekommen habe, aber Angela schon, bin ich in die Hotel-Hornzsche geflitzt und hab meinen Ausweis geholt. Das waren seinerzeit die wirklichen Problemem des Lebens 😉
    Andererseits, wenn man als damals Mittfünfziger in die U21 eingestuft wird … aber hallo 🙂
    Und dass bei altersblondem Haar!

    Geniesst die Zeit, wir haben damals – zumindest bisher – so fast die gleiche Tour gemacht, zwar geführt, aber trotzdem unglaublich schön. Lieben Dank für die tollen blogs, es ist immer eine Wonne, die zu lesen. Gerade jetzt, wo man bissel mitreden kann 😉

    Liebe Grüße aus Dresden!
    Juchhu, die Biergarten sind offen!

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    1. Avatar von Peggy

      Hallo ihr beiden Dresdner, schön mal wieder was von euch zu lesen. Es ist immer so witzig … 😅! Und vielen Dank für das Cowboy-Bild … das heb ich mir auf … die sind ja noch unsere Freunde 😂😂😂.
      Und dass die euch auch kein Alkohol servieren wollten, ist ja wohl eine ganz miese Tour … Na gottseidank war Angela vorbereitet … und es ist alles gut gegangen. Prost, ihr beiden …ihr habt doch Gläser? 🍷🍷 … wir müssen hier Pappbecher nehmen – Mist, dafür haben die hier nicht mal mein Symbol 🍵!😎
      Und ganz besonders freu ich mich, dass ihr wieder in die Biergärten könnt … das gibt doch gleich ein ganz anderes Lebensgefühl … wieder Leute treffen und quatschen … Volker vermisst das auch schon … aber er kommt ja bald wieder und dann hilft er euch beim Biervernichten ähh Bierveredeln!

      Seid ganz lieb gegrüßt von den zwei Weltenbummlern 🙋🏻‍♀️

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