Wir fahren über Cartago – die alte Hauptstadt – weiter nach Turrialba. Was uns als erstes auffällt – hier gibt es auch einen Lockdown ☹. Eigentlich wollten wir uns die Basilika von Cartago anschauen, aber sie ist geschlossen. Ebenso der sehr empfohlene botanische Garten und die Stadt wirkt irgendwie gespenstisch. Das ist man gar nicht mehr gewohnt, dass die Läden fast alle zu sind und kaum Leute auf der Straße. Zum Glück ist der Lockdown stark auf die Region um Cartago und San José beschränkt. In Turrialba ist der Spuk wieder vorbei und alles ist wie gewohnt 🙄. Da haben wir nochmal Glück gehabt und schon kreisen die Gedanken wieder nach Hause und wir sind mächtig froh, zur Zeit lieber hier zu sein und ein fast normales Leben führen zu können. Das Hotel in Turrialba hat einen super schön gestalteten Garten und als sich der Regen endlich verzogen hat, können wir den Vulkan von unserem Zimmer aus sehen. Volker kann seine Begeisterung nicht verstecken und fühlt sich seit langem mal wieder pudelwohl 😊. Und da gerade Muttertag ist, nehmen wir jeder ein kleines Video für unsere Mütter auf und am nächsten Tag geht’s weiter in die Karibik.
Die Temperaturen sind jetzt wieder bei 30 Grad und wir freuen uns auf den tollen Pool. Der Empfang des schweizerischen Hotelbesitzers ist klasse, erst zeigt er uns zwei Faultiere (Mama mit Baby) – mal nicht irre weit oben, sondern in einer Astgabel etwa 1 Meter über unseren Köpfen – und sie schauen auch noch zu uns runter …. da kann man glatt dahin schmelzen 😍. Und dann hat er richtig viele Tipps für uns, was man hier alles machen kann. Da reicht die Zeit bei weitem nicht … und deshalb starten wir gleich nochmal in Richtung panamesische Grenze. Ein kleiner Nationalpark, bei dem man als Eintritt eine kleine Spende entrichtet – man bestimmt selbst die Höhe. Dabei lerne ich das engl. Wort „donation“ für Spende. Das war mir nämlich nicht mehr geläufig. Es war etwas verwirrend, was die Dame von mir wollte 🤓, aber es ist doch immer wieder schön zu spüren, wenn der Groschen fällt 😛. Wir sehen Traumstrände und … haben die Badesachen nicht mit 😭. Am nächsten Tag gießt es zum Frühstück wie aus Eimern und wir fahren erstmal zu einer Tierauffangstation. Der Regen hört auf und wir sehen vor dem Eingang sehr weit über unseren Köpfen Papageien und Tukane. Hier werden Tiere aufgepäppelt, wenn sie verletzt sind, oder ihre Eltern sie verlassen haben. Ziel ist aber die Auswilderung, wenn die Zeit dafür reif ist. Es gibt viel zu sehen und die Guide ist etwas übermotiviert, weil wir ihre erste Tour sind. Sie ist eine Freiwillige aus Kanada. Sie erzählt viel zu schnell und viel zu viel … das kann man sich beim besten Willen und Unwillen nun wirklich nicht merken … also seile ich mich immer öfter von der Gruppe ab und versuche lieber ein paar Fotos vor den anderen zu machen. Besonders viel Spaß macht es, die Kindergartengruppe der Faultiere zu beobachten. Sie sind total agil und turnen überall rum. Es gibt auch noch die Schulkinder- und die Erwachsenengruppe, weil es doch sehr viele Faultiere gibt, die angefahren werden oder sich z.B. an Stacheldrahtzäunen verletzen. Außer Faultieren gibts noch ein Krokodil, Affen, Schlangen, Pekari (kleine Wild- bzw. Nabelschweine), Schildkröten, Wildkatzen und Papageien. Nachmittags besuchen wir noch ein Ara-Projekt und können dabei diesen herrlichen Tieren ganz nah kommen. Die frei lebenden Aras werden hier zu bestimmten Zeiten (ergänzend) gefüttert. Das ist dann auch die Besuchszeit und wir sehen die Tiere sitzend, fliegend, futternd, balgend und einige versuchen mit schiefgelegten Kopf aus einer Pfütze zu trinken. Ein unbeschreiblich schönes Erlebnis und ich mache Fotos über Fotos 😁. Nach einem kleinen Zwischenstopp zum karibischen Baden freuen wir uns auf Susi und Familie, die jetzt auch hier urlauben. Wir verabreden uns und die Mädels sind entzückend. Und wir sind entzückt, weil wir die Überraschung für die beiden sind 😃. Beim gemeinsamen Abendessen macht Lina tausende Fotos mit meinem Handy, weil ich ihr die Stickerfunktion der Kamera gezeigt habe. Das ist wirklich ein tolles Gimmick – aber wahrscheinlich bin ich die letzte, die es entdeckt hat 😮. Den nächsten Tag verbringen wir sechs gemeinsam im nahe gelegenen Nationalpark Cahuita. Viele Tiere gibt’s auch hier nicht – ein Guide war uns aber zu teuer und so erweist sich Susis Mann Alex als fantastischer Faultier-Scout. Er findet einige, allerdings ziemlich weit oben – aber mit Volkers Fernglas können wir sie uns zumindest ein wenig näher betrachten. Dann endet der Rundgang abrupt, weil wir nicht durch den Fluss (in dem es auch Krokodile geben soll) waten wollen. Das Wasser ist zwar nicht sehr tief, aber total braun. Also kehrt Marsch und jetzt suchen wir uns eine Stelle zum Baden. Wellen gibts auch und so macht das Leben Spaß 😎. Leider müssen wir uns nun nach einem gemeinsamen Abendessen von einander verabschieden, weil wir weiter fahren und die vier hier noch einige Tage verbringen werden. Was wir aber gelernt haben, ist, dass es einen Unterschied zwischen „Peggy und Volker“ und „Volker und Peggy“ gibt: Letzteres ist nämlich nicht korrekt … ja – da kennen die Mädels kein Pardon 😁. Es war wirklich toll, sie immer mal wieder zu treffen und hier einige Zeit gemeinsam zu reisen. Wir werden sie und die tolle Art, wie sie miteinander umgehen, sehr vermissen 😢.





























