Nach dem gestrigen Faulenzertag mit Baden am Strand und im Pool kommt heute wieder einer mit Tierbeobachtung. Da wir eine gute Stunde Anreise haben und die geführte gebuchte Tour 7:20 Uhr startet, heißt es mal wieder zeitig aufstehen 😣. Wir lassen das Frühstück (Kaffee – mehr haben wir eh nicht) in der Unterkunft weg und sind nach einer Nacht mit tröpfelnder Dusche etwas gerädert. Am Treffpunkt mit dem Guide gibt’s gottseidank eine Bäckerei mit herrlich frischen Croissants 🥐 und einem leckeren Cappuccino ☕- der Tag ist gerettet😊. Unser heutiger Guide heißt Bea und sie baut gleich ihr Fernrohr auf und zeigt uns direkt über unseren Köpfen das erste Faultier bzw. Fellknäuel, denn mehr sehen wir nicht davon. Dann steigt sie bei den beiden Ami’s, die mit uns die Tour machen, ins Auto und wir fahren zum Nationalpark. Dabei müssen wir uns regelrecht durch die Parkgeier, die uns alle einen Superparkplatz anbieten wollen, durchkämpfen. Sie springen direkt vors Auto und gestikulieren wild umher und wenn man es nicht besser weiß, wird man viel zu weit vorne abgefangen. Dank der Guide haben wir aber einen Parkplatz direkt am Parkeingang. Die korrekte weibliche Form von Guide ist mir immer noch unbekannt 🤔 … Guidin – das wäre ein total sinnfreies Wort und es fällt mir auch schwer es auszusprechen. Mit der deutschen Form Führerin bin ich ehrlich gesagt auch nicht so glücklich und ist wohl auch irgendwie vorbelastet … bliebe noch Guide* oder Guidewoman … aber ich schweife ab! Ich versuche es mit dem passenden Artikel – der Guide/ die Guide ! Wenn ihr weitere tolle Vorschläge habt, schreibt sie mir in den Kommentar, ich versuche sie dann bei Gelegenheit zu nutzen, oder wir schicken sie dann als gesammelten Werke an die Dudenredaktion 😂😂😂. Mal sehen, was die damit machen.

Um es kurz zu machen, die Tour hat sich auf alle Fälle gelohnt, denn wir sehen fast alle Tiere nur, weil sie uns die Guide zeigt und weil sie uns durch ihr Fernrohr schauen lässt. Die einzige Tiere, die auch wir entdecken, sind die Affen und die Echsen, die es hier reichlich gibt. Die kleinen Äffchen hüpfen über unseren Köpfen und wenn sie einen Baum mit nassen Zweigen erwischen, gibts auch mal ’ne Dusche … ha, ha … ich bleib diesmal trocken 😂! Einige der Tiere sind so gut getarnt, dass wir mühelos an ihnen vorbeigehen, ohne sie zu enttarnen. Wir erfahren auch ein paar erstaunliche Dinge, z.B. über den Jesus Christ Basilisk (Helmbasilisk), der so heißt, weil er tatsächlich übers Wasser laufen kann. Oder dass die Krabbenmännchen immer ihre Höhle putzen, weil das Weibchen zu dem mit dem saubersten Bau kommt oder dass Gladiatorfrösche wirklich richtig kämpfen … Und ich muss die Erfahrung machen, dass die Tiere hier viel kleiner als in Afrika sind und deshalb auch viel schneller … und meine Kamera ihre Grenzen hat … viele Fotos sind einfach nur verwackelt 😣. Die besten Fotos macht die Guide mit dem Handy vorm Fernrohr! Von einigen Tieren gibt’s gar keine Fotos😔. Es fehlen: die Krabben, die Schmetterlinge, der Tukan und das Aguti. Nach unserer Tour treffen wir uns noch mit Susi und Familie und lassen wenigstens die Kinder baden. Alex muss trotz Sonnenbrand auch mit rein … Auf dem Weg zurück zum Ausgang sehen wir noch ein paar Echsen und das Aguti. Dann haben wir alle mächtig Hunger und verdrücken fast alle einen Burger. Im Restaurant „El Avion“ steht ein altes Transport-Flugzeug und wir lesen, dass das jenes Flugzeug sein soll, mit dem im großen Stil Kokain geschmuggelt wurde … die Geschichte, die mit Tom Cruise verfilmt wurde (Barry Seal: Only in America).


4 Antworten zu „Manuel Antonio NP”.

  1. Avatar von
    Anonymous

    Hallo Peggy,
    wieder tolle Fotos. Wurdet Ihr am Parkeingang auf Essen kontrolliert? Kann mich entsinnen, dass man keine Chipstüten und ähnliches mit in den Park nehmen durfte und wir alle unsere Taschen zeigen mussten. Die Affen und Waschbären waren extrem aufdringlich und haben den Badegästen Kleidung und Essen entwendet, wenn Sie nicht aufgepasst haben. Die Tiere waren dort so an Menschen gewöhnt, dass man sie zum Teil aus nächster Nähe begutachten konnte. War einerseits toll aber auch etwas befremdlich.
    Es hat Spaß gemacht, den Bericht und die Bilder von der Canopy-Tour anzusehen.
    Bin auf Eure nächsten Abenteuer gespannt.
    Liebe Grüße
    Monika

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    1. Avatar von Peggy

      Hey Monika, klar wurden auch wir auf Essen kontrolliert. Das hatte ich aber im Vorfeld gelesen und erst gar keins eingepackt… die Amis haben Mandarinen verschenkt 😁. Am Strand waren wir an einem der Tische und da waren keine Affen, vielleicht, wenn man etwas abseits liegt? War eine tolle Tour, aber irgendwie nicht mit Afrika vergleichbar, weil es doch jede Menge Leute gab, die alle die gleichen Tierfotos machen wollten. Teilweise standen 3 oder 4 Fernrohre der Guides an fast der gleichen Stelle 😞. Da hatten wir in Afrika mehr Exklusivität 😁.
      LG nach Berlin 🙋🏻‍♀️

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  2. Avatar von
    Anonymous

    Tolle Berichte, tolle Fotos… –> SEHNSUCHT!
    LG von Tine+Kirsche

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    1. Avatar von Peggy

      Vielen lieben Dank ihr zwei … Wie wäre es mit Flug buchen? 😉 oder doch eure eigenen Bilder rauskramen und in Erinnerungen schwelgen?
      LG 🙋🏻‍♀️

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