Habt ihr den Name schon mal gehört? Ich wußte nicht, dass das eine Pflanze ist, bevor ich meine Reise antrat. Dann hab ich sie im Botanischen Garten von Kapstadt gesehen und fand sie ganz schön häßlich. Und deshalb war ich auch nicht wirklich interessiert an dem hier in der Nähe von Swakopmund angepriesenen Welwitschia Drive mitten in der Wüste. Da wir aber hier viel Zeit hatten, hab ich mich überreden lassen, diese Tour zu machen. Im Reiseführer sind alle 13 Stationen gut beschrieben und wir halten auch brav an jeder an. Zuerst sehen wir Flechten, die in der Wüste wachsen. Wenn man sie befeuchtet, ändern sie die Farbe. Sehr interssant. Dann stoppen wir bei einem Taler- oder Dollarbusch – so genannt wegen seiner kreisrunden Blätter. Diese Büsche passen sich sehr gut an diese trockene Umgebung an und sie wachsen hier überall. Dann sehen wir die Täler des Swakop (Fluss) – eine richtige Mondlandschaft, weil sich der Fluss durch weiches erosionsanfälliges Gestein „frisst“. Der nächste Stopp ist bei einem alten Feldlager südafrikanischer Truppen. Da liegen seit über 100 Jahren Dosen in der Wüste rum, und rosten vor sich hin. Da muss man doch mal die Touris drauf hinweisen, oder? Aber an dieser Stelle sehen wir auch herrlich gelb blühende Pflanzen – mitten in der Wüste! Und auch unsere erste Welwitschia- sie blüht und sieht auch gar nicht mal sooo häßlich aus. Später lese ich, dass es weibliche und männliche Pflanzen davon gibt. Beide blühen unterschiedlich- unsere erste ist eine weibliche! Sicher ist sie deshalb nicht so häßlich 😂😂😂. Dann stoppen wir an einem Dolerit-Kamm. Da drang unterirdisch Magma in einen Riss im Granit ein und bildet einen schwarzen Streifen auf den Bergen. Sieht wirklich, wie ein schwarzer Bergkamm aus. Und jetzt häufen sich links und rechts die Welwitschias. Später fahren wir durch einen Dolerit-Streifen und sind beeindruckt, von der Landschaft. Der Swakop fließt hier unterirdisch, das reicht aber aus, dass selbst mitten in der Wüste Bäume wachsen. Wir fahren schließlich zum Schluss des Drives und sehen eine 1500 Jahre alte Welwitschia-Pflanze. Da sie so wertvoll ist, ist sie auch eingezäunt. Anscheinend gibts hier irgendwelche Idioten, die vorsätzlich die Pflanzen zerstörten. Sie sind wirklich sehr beeindruckend und auch nicht (immer) häßlich! Der Name Welwitschia kommt übrigens vom Entdecker der Pflanze- dem österreichischen Botaniker Friedrich Welwitsch.
5 Antworten zu „Welwitschia”.
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Hallo Ihr Zwei! Um Eure Frage „ Welwitschia- habt Ihr den Namen schon mal gehört?“ gleich zu beantworten. Ich muss dies verneinen. Aber genau deshalb ist es ja so interessant Eure Berichte zu verfolgen, reinste Bildungsreise somit auch auch für uns . 🤣Die Blüten sehen Zapfen sehr ähnlich, die männlichen ganz besonders. Ist das so oder täuscht es auf den Bildern? 1500 Jahre alte Pflanze – in der Wüste ist ja beeindruckend, also anspruchsvoll ist die nicht. Da muss wohl der Nebel reichen.
Anspruchsvoll- in Bezug auf Luxus in eurem nächsten Camp dürft ihr auch nicht sein. Wer brauch schon Strom u ein Wasserklosett. Hoffentlich die Kamera habt ihr dabei um uns dann hier neben den super geschrieben Berichten auch wieder tolle Bilder präsentieren zu können. Na dann viel Spaß ! Liebe Grüße EviLikeLike
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Oh, vielen Dank, liebe Evi, für deinen tollen Kommentar ☺! Ich finde auch, dass die Blüten Zapfen sehr ähnlich sehen. Toll, wie das die Natur macht. Ich habe auch gelesen, dass die Befruchtung nur bei richtig viel Regen funktioniert. Das war hier 1934 das letzte Mal. Also sind alle kleinen Pflanzen auch schon 87 Jahre alt – Wahnsinn, oder? Für uns ist das hier auch eine Bildungsreise, was wir schon alles entdeckt und erfahren haben 🤩 und ich freue mich, wenn es auch für euch interessant ist. Es ist wirklich ein tolles Land!
LG nach Potsdam 🙋♀️LikeLike
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Hallo Peggy,
tolle Fotos wieder. Schön, dass Du auch das Wissen dazu mit uns teilst. Das macht die Sache noch interessanter.
So ohne Strom und Wasser wird es doch richtig abenteuerlich. Da beschränkt man sich auf das wirklich Wichtige. Genießt die Zeit ohne den elektronischen Schnickschnack. Man ist mehr im hier und jetzt. Auch wenn ich gern Deine Beiträge lese, lass es nicht für Dich zur Lasst werden. Hauptsache, Ihr habt eine schöne Zeit.
Stehen die Orgelpfeifen, der versteinerte Wald, klingende Felsen und Felsmalerei auch auf Eurem Programm?
Wünsche Euch bezaubernde Nächte unter Namibias Sternenhimmel. Im Dunkeln ist gut munkeln.
Liebe Grüße aus dem plötzlich frühlingshaften Berlin
MonikaLikeLike
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Hey Moni,
ich freue mich immer über deine tollen Kommentare. Vielen lieben Dank dafür ☺!
Das Schreiben des blogs macht mir richtig Spaß, auch weil man dann alles nochmal Revue passieren lassen kann. Es ist wirklich keine Last. Allerdings ist es bei den Internetgeschwindigkeiten und der -verfügbarkeit auch immer wieder eine absolute Herausforderung 😉.
Die Orgelpfeifen haben wir uns heute angesehen. Den Beitrag dazu werde ich sicher morgen schreiben, heute war der Akku des Fotoapparates leer und ich konnte die Bilder nicht aufs Tablet ziehen. Die Felsmalereien von Twyfelfontein schauen wir uns morgen früh an.
LG nach Berlin 🙋♀️LikeLike
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Auch wieder sehr informativ. Danke das Ihr diese wunderschönen Momente Eures Urlaubs mit uns teilt. Dein Bruder T.N.
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