Hier in Namibia gibt es an der Küste noch richtig viele Robbenkolonien – wir besuchen zwei Stellen. Zuerst fahren wir von Swakopmund aus ca. 120 km nördlich zum Cape Cross. Im Reiseführer wird vor dem stechenden Geruch gewarnt und tatsächlich- es stinkt mächtig… ich trage meine Maske …und zum ersten Mal wirklich gern 😎! Wir sehen viele kleine Robben 2 1/2 bis 3 Monate alt. Sie werden ca. ein Jahr bei der Mutter gesäugt. Die Bullen sind nur zur Paarungszeit hier, jetzt sind sie wieder weg. Sicherlich, weil das Geschrei so nervt 🤔. Es schreien die Jungtiere nach ihrer Mutter und auch umgekehrt- so finden sich die beiden wieder. Nachdem die Mutter im Meer Fisch gefressen hat, kommt sie wieder an Land und ruft ihr Junges. Wenn die Mutter nicht zurückkommt, stirbt das Jungtier – hier wird niemand adoptiert. Und wir sehen sehr sehr viele tote Jungtiere – das ist schon traurig, aber so ist halt die natürliche Auslese. Am Ufer ist ein Gewimmel, ein Kommen und Gehen und dazu das Geschrei – es klingt ein wenig wie auf einer Schafweide. Da die Jungtiere lange alleine sind, suchen Sie sich Spielgefährten und bilden richtige Gangs. Das sieht total lustig aus, wie sie so über den Strand rennen😁.
Die zweite Stelle zum Robbenbeobachten ist ca. 40 km südlich von Swakopmund- in Walvis Bay. Diesmal haben wir eine Kajak-Tour gebucht, um die Tiere vom Wasser aus zu sehen. Wir müssen richtig früh aufstehen, denn die Tour startet schon 7:45 Uhr! Ich finde es sehr unmenschlich, schließlich habe ich ja Urlaub, aber die Tour ist eine Empfehlung von Micha und Volker will sie unbedingt machen (ich natürlich auch – sag ich aber nicht!) – ok – ich geb nach und bin bereit, um tata!!! 6 Uhr aufzustehen😝! Wie fast vermutet, startet die Tour nicht pünktlich, sondern erst gegen halb neun (wie lange hätte ich da noch schlafen können😶). Naja egal, wir fahren erst mal 40 km ( nein, nicht zurück😉) sondern um die Lagune herum zum Startpunkt der Paddeltour. In der Lagune wird Salz gewonnen und wir sehen sehr viele schöne Flamingos und auch einen Pelikan- der Guide erklärt uns, dass wir die Fotos auf dem Rückweg machen, weil dann die Sonne scheint. Jetzt ist der berühmte Nebel und kalt ist es außerdem. Wir sehen auch schon die Robben im Meer, sie springen richtig aus dem Wasser. Und da ich davon keine Ahnung hatte, dachte ich, dass es Delphine sind. 😮Aber der Guide wußte es besser! Zuerst paddeln wir aufs offene Meer – raus aus der Lagune. Manchmal sind die Wellen auch ganz schön groß, aber wir werden nicht nass und genießen die Tour. Schließlich ist es ja auch sehr interessant die Robben in ihrem Element zu erleben. Und dann haben wir sogar noch das Glück Delphine zu sehen 😁. Am Ende der Tour gibt’s noch ein Picknick am Strand und dann geht’s zurück … aber nur ungefähr 300 m – dann ist nämlich erstmal das Auto kaputt. So, da haben wir den Salat! Der Guide ordert geschwind ein anderes, aber das dauert… in der Zwischenzeit versuchen die Männer ihr Technikwissen anzubringen, schmeißen sich unters Auto, holen Werkzeug aus allen Teilen und erklären, dass der Tank leer ist🤣🤣🤣. Das Auto hat noch einen zweiten Tank … aber da ist irgendeine Pumpe defekt. Jetzt wird der Diesel mit irgendwelchen Flaschen aus dem einen Tank in den anderen umgefüllt, da kommt das Ersatzauto😂😂. Volkers Hände stinken nach Diesel … das hat richtig was gebracht … wir steigen alle um, und fahren mit einer Stunde Verspätung zurück.


























