Auf dem Weg nach Swakopmund machen wir eine spontane Zwischenüber-nachtung, weil wir keine 4 Nächte auf dem Campingplatz von Sesriem bleiben wollen und so eine weitere 400 km-Strecke splitten können. Ungefähr in der Mitte gibt es einen der höchsten Berge Namibias, den Gamsberg, ein Tafelberg mit 2347 m. Da wollen wir hin. Wir fahren durch die grüne Namib vorbei an tollen Bergketten, aber auch wieder durch total öde Wüstenabschnitte und dann über den Gaub – ein Fluss, der gerade Wasser führt. Zwischenstopp in Solitaire da gibt’s nicht viel … wieder tolle Deko mit alten Auto … und (laut unseres Reiseführers) einen ganz tollen Apfelkuchen! Wir bestellen zwei Stück – wieder viel zu große Portionen, aber sehr lecker😋! Am Wendekreis des Steinbocks legen wir einen kurzen Fotostopp ein – das machen hier alle, wir also auch! Die Astronomen unter euch wissen natürlich, dass es einen nördlichen und einen südlichen Wendekreis gibt. Der nördliche heißt Wendekreis des Krebs und der südliche? Ja, genau – Wendekreis des Steinbocks 😉. Die Regionen zwischen beiden nennt man Tropen. Der Wendekreis des Steinbocks ist der südlichste Punkt, an den dem die Mittagssonne gerade noch den Zenit erreicht, nämlich nur am 21. oder 22. Dezember, dem Tag der Sommersonnenwende.
Dann gehts weiter, wir fahren durch Namibias Tal der 1000 Hügel, müssen mal wieder mit dem Auto durch einen Fluss fahren und beziehen unser Quartier in der Corona-Lodge (was für ein passender Name?!). Leider können wir den Gamsberg nicht sehen, er steckt in den Wolken. Dafür ist die Lodge prima, sehr gemütlich, familiär geführt und toll eingerichtet. Der Unterkunftspreis inkludiert das Abendessen und das Frühstück. Wir melden uns auch für die Nachmittags-Tour über die 23 000 ha große Lodge an, es soll hier massenhaft Zebras geben. Eine Runde durch den Pool und dann startet die auch schon die Tour. Diesmal sind wir nicht allein, alle Gäste der Lodge fahren mit. Das Wetter ist immer noch trüb … und die Tiere sind weg 😡! Außer ein paar wilden Eseln und Pferden, zeigt man uns noch zwei Gänse … na ja- da hatte ich mir wirklich mehr versprochen. Weil keine Tiere zu sehen sind, erklärt man uns die verschiedenen Bäume und wir erfahren, dass die Chinesen in der Gegend Marmor abgebaut und nach China verschifft haben. Wegen des nahenden Regens fällt auch der Sundowner aus, den gibt’s dann in der Lodge. Ein wunderbares Dinner folgt und dann gibt es noch die Frage, ob wir mit auf Skorpion-Jagd gehen wollen? Na klar! Wir brauchen feste Schuhe und eine Taschenlampe. Der Guide hat auch zwei UV-Lichter dabei. Er dreht alle Steine in der näheren Umgebung der Lodge um, um uns dann zu erklären, dass es eigentlich viel zu kalt ist, für die Skorpione. Aha! Letztlich finden wir noch zwei Baby-Skorpione. Unter UV-Licht leuchten sie, mit normalem Licht sind sie nicht vom Sand zu unterscheiden. Sieht klasse aus!
Am nächsten Tag gehts weiter Richtung Swakopmund – dem südlichsten Seebad Deutschlands😁. Ein tolles Städtchen, mit Seebrücke, Mole, Leuchtturm und vielen Gebäuden aus der Kaiserzeit. Man fühl sich gleich wohl 😊. Wir beziehen unsere Ferienwohnung, die wir für eine Woche haben … Ein Kleinod – sehr liebevoll eingerichtet und voll ausgestattet mit Küche, Herd, Backofen, Spül- und Waschmaschine. Ein kleiner Garten gehört auch noch dazu – kein Pool … die erste Unterkunft ohne Pool. Stop – OHNE POOL ???!!! Wer hat den hier gepennt? 😞 Welch ein Glück, dass das Meer gerade 21°C hat 😉! Ist doch klar, dass wir da angebadet haben … hinter der Mole am Stadtstrand … da ist es nicht so gefährlich (wegen der Wellen und der Strömungen).































