An meinem Geburtstag fahren wir von Aus 400 km auf Schotterstraßen in Richtung Norden nach Sossusvlei, bzw. erstmal nach Sesriem. Das ist der Ort, wo wir campen – er liegt außerhalb des Tors, durch das man zum Sossusvlei fahren muss. Die Fahrt ist landschaftlich sehr abwechslungsreich, wir lauschen unserem Hörbuch und sind guter Dinge. Da tauchen die ersten Pfützen auf der Straße auf … nichts schlimmes … dann werden die Pfützen zu Überschwemmungen- wir können nicht mehr ausweichen und fahren mittendurch … das Auto sieht schlammig aus, aber es meistert diese Übung! Wir fahren immer ganz langsam durch, um zu sehen, wie tief diese Überschwemmungen sind. Aus einer krappelt eine schlammige Schildkröte- erstaunlich 😃! Dann erklärt mir Volker, dass wir noch was einkaufen könnten und dafür 19 km in die andere Richtung müssten, ok – machen wir! Leider gibt’s nicht allzuviel in diesem Laden – wir kaufen zwei Cola, fünf Liter Wasser und eine Milch – dafür lohnt sich allemal ein Umweg von fast 40 km, oder? 😉 Jetzt wieder weiter, da blitzt es und die Wolken werden dunkler und direkt vor uns sehen wir einen Sandsturm- jetzt hat es Volker eilig und unser Camper, der den cw-Wert einer Schrankwand hat, gerät beim Schnellfahren gefährlich ins Schaukeln! Dann hat uns der Sandsturm eingeholt und wir sehen keinen, nein gar keinen Stich! Wir müssen stoppen, ohne zu wissen, für wie lange. Irgendwann (waren es 10 oder sogar 20 Minuten?) ist die Straße wieder erkennbar, aber jetzt kommt der Regen! Also los, wir versuchen den größeren Bodendellen auszuweichen, aber die Schaukelei reicht mir trotzdem. Wir kommen unbeschadet im Camp an und schnaufen beide durch! Der Camper ist die reinste Dreckschleuder, der Sand ist überall, die Betten werden einzeln ausgeschüttelt und alle Ritzen werden gesäubert – was für eine dramatische Fahrt. Jetzt hab ich mir mein Geburtstagsdinner aber mal so richtig verdient! Leider ist es teuer und schlecht – aber der Tag war sehr beeindruckend! Und dann lese ich alle eure tollen Glückwünsche und bin ein glücklicher Mensch☺! Übrigens finden wir an diesem Abend heraus, in welcher Stellung es sich in einem schmalen Camperbett entspannt massieren lässt (so viel Spaß für wenig Geld😀)- Volkers Geburtstagsgeschenk an mich.
Sossusvlei das sind die tiefroten, orangen oder gelben Dünen der Namib – eines der beliebtesten Fotomotive der Welt! Wir fahren nicht zum Sonnenaufgang hin, da ist immer so ein Touristenansturm zu erwarten – nein wir fahren so los, dass wir in der Mittagsglut ins Deadvlei wandern können- sonst lohnt es sich doch nicht! Meine Gesichtsfarbe gleicht der der Dünen, aber ich habs geschafft! Bei 34° – ohne Schatten – lächerliche 1,1 km hin und auch wieder zurück! Der Rückweg ist irgendwie kürzer? Weil, als ich den Camper weit entfernt sehe, denke ich sofort an Cola und das Gudrun-Tuch – beides aus dem Kühlschrank! Da läuft es sich doch fast wie von selbst. ACH, und dann fällt mir noch der Pool ein …😉.
Wir haben das große Glück, dass im Sossusvlei sogar Wasser ist. Das ganze Tal (insgesamt sind es 65 km) ist unbeschreiblich schön! Die Farben sind beeindruckend und jede (An-)Reise wert! Übrigens waren wir an diesem Tag die Nr. 6 am Tor zum Sossusvlei- also alles richtig gemacht – den Touristenmassen gerade noch so entkommen!

























