Wir fahren wieder weg von der Küste nach Aus. Das liegt auf 1400 m über NN, also geht es stetig bergauf und teilweise kilometerlang schnurgerade durch die Wüste. Unterwegs besuchen wir noch Kolmannskuppe. Früher eine der Diamantenstädte in der Gegend – heute eine Geisterstadt. Sie ist verlassen, die Häuser füllen sich allmählich wieder mit Sand. Einige sind aber noch gut erhalten und so können wir einen Blick ins Casino, in die Kegelbahn oder auch ins Haus der reichsten Ladenbesitzerin werfen. Schöne alte Möbel und interessante Dinge von vor über 100 Jahren gibt es da zu bestaunen. Aber wir sehen auch zahlreiche Verstecke für die Diamanten, die die Arbeiter nutzen wollten -in der Schuhspitze, in der Armbanduhr, sogar mit Brieftauben oder mit einem Pfeil der Armbrust haben sie es versucht, ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Ein interessanter Ort!
Dann fahren wir wieder endlos durch die Wüste und nur das Hörbuch verhindert, dass wir einschlafen … Aus ist kein sehr großer Ort, aber die Lodge und der Campingplatz liegen sehr idyllisch. Da es hier in der Gegend noch wilde Pferde gibt, ist das auch das Thema der Lodge, sogar der Pool wurde in Hufeisenform angelegt. Witzig, aber er erfrischt uns herrlich. Der zugewiesene Stellplatz ist direkt unter einem Baum mit einem riesigen Webervogelnest. Volker ist sehr bemüht die Vögel nicht zu stören, er holt sogar eine Schüssel mit Wasser für die kleinen Kerlchen. Und diese Einladung verstehen sie irgendwie falsch, weil sie jede Scheu ablegen und versuchen, uns das Frühstück zu mopsen 😀- nein beim Essen hört die Freundschaft auf- das weiß doch jeder … und jetzt wissen es auch die Webervögel 😉! Wir fahren in die Tirasberge, weil sie noch ein Geheimtipp sind. Und Volker würde gern mal ein wenig wandern??? Ok, ich komme mit 😬 36 °C in der Wüste, das ist doch nicht so schlimm, oder? DOCH, es war schlimm … schon nach kurzer Zeit will ich nicht mehr, Volker läuft noch ein kleines Stück weiter und entdeckt ein Geweih von einem Tier. Es ist mir völlig egal, ich will zurück! Am Camper angekommen erfrischt uns eine eiskalte Cola und das eiskalte Tuch von Gudrun, welches schon tagelang im Kühlschrank liegt- herrlich 😁😁😁! Jetzt heißt es nur noch zurück und Poooool! Am Abend machen wir unseren ersten Braai- so heißt hier das Grillen. Kudu und Springbock, beides sehr lecker, aber wir müssen schon wieder das Essen verteidigen – diesmal gegen nervige Fliegen!
















