Wir fahren weiter in Richtung Süden zum Fish River Canyon, der zweit größte (nach dem Grand Canyon) der Welt. Unterwegs legen wir kurz vor Keetmanshoop einen Zwischenstopp ein und besuchen einen der Köcherbaumwälder und den Spielplatz der Riesen. Der Köcherbaum ist gar kein Baum, der Wald ist auch kein richtiger Wald (so wie wir einen Wald kennen). Aber egal, es ist imponierend zu sehen, wie diese „Nichtbäume“ hier wachsen. Sonst sind es eher einzelne Exemplare , die man im Land sehen kann. Hier wachsen gleich so viele, dass der Einheimische von Wald spricht. Der Spielplatz der Riesen ist im Grunde eine Felsblock-Aufschichtung; sieht bemerkenswert aus, auch weil man vermuten könnte, dass die Dinger irgendwann mal auseinander purzeln könnten. Da sie aber schon 160 Mio. Jahre da so rum stehen, ist die Wahrscheinlichkeit eher gering 😉!
Der Canyon ist wirklich sehr beeindruckend- ich bin mir aber nicht sicher, ob die gewaltigen Dimensionen im Bild eingefangen werden können. Im Winter (also in unserem Sommer) kann man ihn in 5 Tagen durchwandern. Insgesamt 85 km ist der Trip und jeder muss ein ärztliches Attest vorlegen, bevor er diese Tour unternehmen darf. Es herrschen hier sehr hohe Temperaturen und deshalb erleiden viele Wanderer einen Hitzeschlag. Also uns reicht der Blick von oben in den Canyon rein. Wir fahren mehrere Aussichtspunkte an, alles nicht wirklich Straßen nach unserer Vorstellung. Deshalb sind wir auch froh, dass unser Camper alles mitmacht. An einer besonders kritischen Stelle muss ich aussteigen und Volker den besten Weg zeigen, weil es so steil runter geht, dass er den Weg nicht sehen kann. Auf dem Rückweg steigen wir sogar beide aus, um den besten Weg zu diskutieren. Volker rückt die Steine zu recht, bevor er mit 4×4 hoch fährt. Ein wenig Nervenkitzel … Aber er meistert die Situation bravourös! Er ist heute der Held des Tages und wir belohnen uns nach dieser Aufregung mit einem kühlen Bad im Pool!
























