Heute besuche ich das MOCAA – das Museum für moderne Kunst. Es liegt an der Waterfront und wurde in einem ehemaligen Silo untergebracht. Für die Architektur im Inneren wurde ein Getreidekorn gescannt und auf die Höhe von 10 Etagen vergrößert. Sehr beeindruckend, ich bin richtig begeistert über diese Dimensionen!
Im Abschluss fahre ich mit der Fähre nach Robben Island, die Gefängnisinsel vor Kapstadt. Ich dachte mir, fährst mal da rüber und läufst dann ein wenig auf der Insel rum, musst ja nicht unbedingt ins Museum gehen … FALSCH gedacht! Als die Fähre im Hafen von Robben Island anlegt, müssen alle Passagiere in die bereitstehenden Busse steigen und werden jeden Meter auf der Insel rumgefahren. Die Gebäude des Gefängnisses und auch noch andere Gebäude auf der Insel sehen wir nur aus dem Bus heraus. Dann machen wir doch noch einen kurzen Stopp, wo wir den Bus verlassen dürfen. Wir haben einen tollen Blick auf Kapstadt, den Tafelberg und eine kleine Pinguin-Kolonie. Dann schippern wir weiter im Bus über die Insel, die heute viel Natur zu bieten hat – viele Vögel und ich sehe so gar einen Springbock. Dann noch ein Stopp und … jetzt muss ich mit all den anderen aus meinem Bus doch noch ins Museum rein – kein Entkommen möglich! Ok, also schaue ich mir die erbärmlichen Zellen an und höre einen furchtbar langweiligen Vortrag eines Ex-Insassen an. Viel verstehe ich nicht und so muss ich doch mächtig mit dem Schlaf kämpfen … Naja, dann noch ein Blick auf den Gefängnishof, auf dem Nelson Mandela eine Garten angelegt hat (für mich ist die Bezeichnung Garten weit übertrieben, für die Insassen war es sicher ein kleiner Lichtblick). Auf der Rückfahrt ergatterte ich einen Fensterplatz und sehe noch ein paar Robben auf den Bojen liegen.
















