Ein wenig Wehmut klingt mit als wir Knysna in Richtung Oudtshoorn verlassen, weil es uns hier wirklich ausgezeichnet gefallen hat 😓. Wir wählen die 7-Pass-Route und werden nicht enttäuscht. Die Landschaft wandelt sich schnell und wir fahren auf Schotterstraßen durch die Berge … sehr langsam, weil wir ja jetzt keinen 4×4-Wagen mehr haben und uns die nötige Bodenfreiheit fehlt. Es sind tolle Aus- und Einblicke. Am Ende dieser Route stoppen wir nochmal an der Küste und genießen die Aussicht aufs Meer. Und weil wir noch Zeit haben, machen wir einen kleinen Abstecher nach Victorias Bay (aus gegebenem Anlass ) – und wir denken an die beiden 🙃😙. Dann zweigen wir wieder von der Schnellstraße ab und wählen den Weg über den Montagu-Pass. Volker hat ein wenig Bedenken, weil er gelesen hat, dass man hier besser mit 4×4 fährt und bei Nässe überhaupt nicht! Schisser! Ich kann ihn überreden und die Straße ist zwar schlecht und eng, aber da sind wir aus Namibia ganz anderes gewöhnt … alles geht gut und die Berge sind richtig toll … ein paar Blumen sind auch fotogen und so wird die Fahrt beeindruckend.
Als wir in unserer Lodge bei Oudtshoorn ankommen, ist es noch früh und wir schauen uns die Stadt an. Es ist wenig vom Glanz alter Zeiten übrig – hier wurden die Leute durch Straußenfarmen reich, als es voll in Mode war, Straußenfedern zu tragen. Aber wir würden gern einen Kaffee trinken und finden eine Waffelbäckerei und so entscheiden wir uns schnell um und wählen Milchshakes und eine belgische Waffel … Oh das war ein Genuß … da könnte ich immer noch von schwärmen 😏. Aber wir sind nicht nach Oudtshoorn gefahren um Straußenfarmen zu sehen oder die viel angepriesene Cango Caves zu besuchen – Tropfsteinhöhlen gibts ja bei uns auch! Wir wollen eine Erdmännchentour machen. Und – ihr kennt das ja schon – die startet zeitig 😝 … wir müssen mal wieder um sechs raus! Die Sonne geht gerade auf als wir unseren Guide treffen – ein alter Ranger mit richtig viel Erfahrung! Wir werden mit Campingstühlen ausgestattet und setzen uns direkt vor eins der 25 verschiedenen auf dem Gelände verteilten Höhlensysteme einer Erdmännchenfamilie. Und es dauert auch nicht lang bis das erste Erdmännchen raus kommt, um sich den Bauch in der Sonne zu wärmen. Wir sind keine Störenfriede, und können uns ganz normal unterhalten. Es ist wirklich putzig zu sehen, wie sie das machen. Der Guide erklärt uns, dass man das Gesicht des Erdmännchens verschatten kann und da passiert nichts … aber nicht den Bauch! Er demonstriert es auch gleich und wirklich … beim Gesicht passiert nix aber beim Bauch sucht sich der kleine Kerl eine neue Position 😀. Und dann schauen wir zu, wie die ganze Familie wach wird und sich die Bäuche wärmt und zum Schluss haben wir sogar das unheimliche Glück, ganz kleine Babys zu sehen – sie wurden vor 3 Wochen geboren!


























